Gesundheitsforum mit der IKK classic 2026

Impulsvortrag: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Highlight: "Gesund gestorben ist trotzdem tot" - Dc. Esser

Wie gelingt es, Gesundheit nicht erst dann zum Thema zu machen, wenn Beschäftigte ausfallen, sondern sie dauerhaft im betrieblichen Alltag zu verankern? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 11. Niedersächsische UFH-IKK-Gesundheitsforum, das am 4. September 2026 in der Schornsteinfegerschule in Hannover stattfand.

Knapp 70 Unternehmerfrauen aus den verschiedenen Arbeitskreisen der UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) in Niedersachsen waren der Einladung des UFH-Landesverbandes Niedersachsen und der IKK classic gefolgt. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Forums standen das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), die eigene Gesundheit und die Frage, wie gesundes Arbeiten gerade in kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben nachhaltig gestaltet werden kann.

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Gesundheit als Teil der Unternehmenskultur

Ein wichtiger Schwerpunkt des Tages war das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Der Impulsvortrag machte deutlich, dass BGM weit mehr bedeutet als einzelne Gesundheitstage, Rückenkurse oder Obstkörbe. Entscheidend ist vielmehr ein systematischer Ansatz, der Gesundheit als festen Bestandteil der betrieblichen Organisation und Unternehmenskultur versteht.

Gerade im Handwerk sind die Anforderungen vielfältig: körperliche Belastungen treffen auf Termindruck, Fachkräftemangel, hohe Verantwortung und zunehmende psychische Beanspruchung. Umso wichtiger ist es, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Beschäftigte langfristig gesund, leistungsfähig und motiviert bleiben.

Dabei kommt auch den Führungskräften eine besondere Rolle zu. Sie können durch gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen, wertschätzende Kommunikation und einen bewussten Umgang mit Belastungen entscheidend dazu beitragen, Gesundheit im Unternehmen zu fördern. Für kleine und mittelständische Handwerksbetriebe muss Betriebliches Gesundheitsmanagement dabei nicht kompliziert sein. Oft sind es bereits gezielte und praxisnahe Veränderungen, die im Arbeitsalltag spürbare Verbesserungen bewirken.

„Gesund gestorben ist trotzdem tot“ – Doc Esser sorgt für Denkanstöße

Ein besonderes Highlight des Gesundheitsforums war der Auftritt von Dr. Heinz-Wilhelm Esser, bekannt als „Doc Esser“. Unter dem bewusst provokanten Titel „Gesund gestorben ist trotzdem tot“ nahm der Mediziner die Teilnehmerinnen mit auf eine ebenso informative wie unterhaltsame Reise durch die Themen Gesundheit, Ernährung und Lifestyle.

Mit seiner direkten, authentischen und humorvollen Art vermittelte Doc Esser medizinisches Wissen verständlich und alltagsnah. Dabei ging es nicht um Selbstoptimierung oder darum, jedem vermeintlichen Gesundheitstrend zu folgen. Vielmehr rückte er einen vernünftigen und realistischen Umgang mit der eigenen Gesundheit in den Mittelpunkt.

Seine Botschaft: Gesundheit darf und soll im Alltag stattfinden. Bewegung, Ernährung, Regeneration und ein bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen spielen dabei zusammen. Statt perfekter Lösungen braucht es vor allem Maßnahmen, die zum eigenen Leben passen und langfristig durchgehalten werden können.

Gerade für Unternehmerinnen und Frauen in Führungsverantwortung ist dieser Gedanke von besonderer Bedeutung. Zwischen Betrieb, Mitarbeitenden, Kunden, Familie und Ehrenamt bleibt die eigene Gesundheit schnell auf der Strecke. Das Gesundheitsforum erinnerte deshalb auch daran, dass die Verantwortung für andere immer mit einem verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Kräften verbunden sein sollte.

Austausch, Netzwerken und neue Impulse

Neben den Vorträgen bot das Gesundheitsforum viel Raum für Gespräche und den Austausch untereinander. Die Teilnehmerinnen aus den unterschiedlichen UFH-Arbeitskreisen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen aus ihren Betrieben zu teilen, Kontakte zu vertiefen und neue Ideen mit in ihre Unternehmen zu nehmen.

Damit zeigte die Veranstaltung einmal mehr, welchen Mehrwert die langjährige Zusammenarbeit zwischen den UnternehmerFrauen im Handwerk Niedersachsen und der IKK classic bietet: Fachwissen, konkrete Anregungen für die betriebliche Praxis und ein starkes Netzwerk werden miteinander verbunden.

Ein herzlicher Dank gilt der IKK classic und dem gesamten Organisationsteam für die Vorbereitung und Durchführung des Gesundheitsforums sowie allen Teilnehmerinnen, die den Tag durch ihre Gespräche, Fragen und Erfahrungen bereichert haben.

Das 11. Niedersächsische UFH-IKK-Gesundheitsforum hat deutlich gemacht: Gesundheit ist kein Randthema. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für leistungsfähige Mitarbeitende, attraktive Arbeitsplätze und damit auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Handwerksbetriebe.

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